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Die Festung von Großwardein (1775)

Die Festung von Großwardein (1775)

Die siebenbürgische Burg ist ein gutes Beispiel mittelalterlicher Festungsarchitektur.

Geschichte

Schlagwörter

Festung von Großwardein, Großwardein (Oradea), Schloss, Turm, Burggraben, Festung, Festungsarchitektur, innere Burg, Architektur, Siebenbürgen

Verwandte Extras

3D-Modelle

Festung von Großwardein

  • Bethlen-Bastion
  • Südtor
  • Turmbastion
  • Csonka-Bastion
  • Aranyos-Bastion
  • Innere Burg
  • Burgkirche
  • Äußere Burg
  • Veres-Bastion
  • Osttor
  • Burggraben
  • Királyfia-Bastion

Dreieckige Bastei

Innere Burg

Animation

Narration

Die Burg von Großwardein, ungarisch Nagyvárad genannt, befindet sich im heutigen Rumänien. Sie ist Europas einzige spätmittelalterliche Fünfbastionenfestung.

Zwischen dem 11. und 13. Jh. bestand die Burg nur aus Erdwällen, Palisaden und teilweise aus Steinmauern. Sie war mit hölzernen Bastionen ausgestattet.
Der Burgkomplex wurde zusammen mit der Stadt während des Mongolensturms vollständig zerstört.
Im 14. Jh. wurde an der gleichen Stelle eine mittelalterliche Burg mit einer unregelmäßigen sechseckigen Grundform gebaut.
Diese war bereits mit Türmen, Wällen und starken Tortürmen ausgestattet.

Die im 16. Jh. in Mitteleuropa eingetretenen militärpolitischen Veränderungen machten eine militärische Anpassung der Festung an die Gegebenheiten nötig.
Deswegen beschäftigten die Siebenbürger Fürsten in der Militärarchitektur bewanderte italienische Kriegsingenieure. Diese planten den fünfeckigen, mit neuitalienischen Bastionen versehenen und mit Wällen umgebenen Gebäudekomplex im Stil der Spätrenaissance.
Der moderne Dreiecksbastion genannte Typ machte den Einsatz der Burgschützen aufgrund seiner Form viel effektiver.

Die Burg wurde in zwei Phasen gebaut, zuerst der Außenring, später schließlich das fünfeckige Burgkastell.
Durch den Anmarsch der Türken begann Johann Sigismund Zápolya, der erste Fürst von Siebenbürgen, die Festung nach den modernsten Kenntnissen der Militärarchitektur umzubauen.
Bereits unter seiner Herrschaft wurde die sternförmige Királyfia-Bastion im Außenring fertiggestellt. Dieses Werk führte Stephan Báthory später weiter.
Der Fürst, der später zum polnischen König gewählt wurde, ließ den hervorragenden italienischen Burgenbauer Ottavio Baldigara in die Stadt bringen. In dieser Zeit entstanden die Aranyos-, die Csonka-, die Veres- und die Erdbastion mit ihren Holzpalisaden. Letztere ließ Fürst Gabriel Bethlen 1618 verstärken. Auf seine Bitte hin begann Giacomo Resti, der einflussreiche norditalienische Architekt, 1621 den Bau des sich in der inneren Burg befindenden Renaissanceschlosses.

Die größte Stärke des in konzentrischen Kreisen aufgebauten Schutzsystems waren die Burgwälle, zu denen der örtliche Bach umgeleitet wurde, damit er die Wände von außen schützte.
Die Türken, die sich an Georg II. Rákóczi rächen wollten, fielen 1660 in Siebenbürgen ein und konnten die Festung erst nach einer 46-tägigen Belagerung - durch Verrat und die Umleitung des Baches - einnehmen.
Die innere Burg der vom Schicksal gebeutelten Festung wurde unter Habsburger Herrschaft im 17. und 18. Jh. weiter ausgebaut.
Später verlor sie jedoch ihre Schutzfunktion. Heute hat sie leider einen Platz auf der Liste der am meisten gefährdeten Baudenkmäler.

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