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De Havilland DH-106 Comet 1 (1949)

De Havilland DH-106 Comet 1 (1949)

Das britische Flugzeug war das erste in Serie gefertigte Strahlverkehrsflugzeug.

Technik

Schlagwörter

Flugapparat, Comet, Luftverkehr, Strahltriebwerk, Passagierflugzeug, Personenverkehr, gázturbina, Katastrophe, Unfall, Luftdruck, Moderne, Verkehr, Erfindung

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DH-106 Comet 1

Die DH 106 Comet 1 der britischen Firma de Havilland Aircraft Company Limited war das erste in Serie gefertigte Strahlverkehrsflugzeug. Der Prototyp der Comet absolvierte seinen Jungfernflug 1949. Drei Jahre später, 1952, nahm die BOAC den planmäßigen Liniendienst mit der Comet auf. Das Flugzeug enthielt zahlreiche Elemente, die in der zivilen Luftfahrt als innovativ galten.

Die Comet war bei den Reisenden sehr beliebt und ihr Betrieb galt als wirtschaftlich rentabel. Eine Reihe von Unfällen setzte dem Erfolg allerdings ein jähes Ende, von dem sich die Firma nicht mehr recht erholte. Dazu trug auch der Aufstieg der wettbewerbsfähigen amerikanischen Konkurrenz bei.

Aufbau

  • Cockpit
  • Rumpf - Er bestand aus einer dünnen Metallhaut und hatte ein klare Linienführung. Der Frachtraum befand sich im unteren Bereich.
  • Flügel - Die trapezförmigen Flügel mit großer Oberfläche waren tief angebracht.
  • Strahltriebwerk - War mit Gasturbinen ausgestattet und wurde paarweise in den Flügelwurzeln eingebaut.
  • Lufteinlass
  • Fenster - Ursprünglich waren sie rechteckig. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse nach den Unfällen wurden sie durch ovale ersetzt.
  • BOAC - Das Strahlverkehrsflugzeug wurde in erster Linie von der 1939 gegründeten British Overseas Airways Company betrieben.
  • Fahrwerk
  • Querruder
  • Landeklappen
  • Auslass
  • senkrechte Stabilisierungsfläche
  • Seitenruder
  • Höhenruder
  • Passagierkabine - Damit der Innenluftdruck (die sog. Kabinenhöhe) dem niedrigen Außenluftdruck in großen Höhen angepasst werden kann, handelt es sich um eine Druckkabine. Die Kabinenhöhe erreicht maximal ca. 2.400 m, würde der Druck weiter abgesenkt werden, dann wären gesundheitliche Einbußen die Folge. Würde der Druck allerdings auf Bodenniveau gehalten werden, dann müsste die Kabinenwand deutlich dicker und somit schwerer sein, was unpraktikabel wäre.

Verglichen mit ihren Zeitgenossen verfügte die Comet über eine bequemere Passagierkabine mit geräumigeren Plätzen. Die großen Fenster, die bequemen Stühle und Tische erhöhten den Komfort der Passagiere.
An Bord gab es eine Küche für die Zubereitung warmer und kalter Speisen, sowie separate Toiletten für weibliche und männliche Passagiere.
Die größte Überraschung für die Gäste war der verhältnismäßig leise und vibrationsfreie Flug. Die Motoren waren dafür mit einem Lärmschutz versehen und die Kabine war schallisoliert. Dies traf auf die zu der Zeit üblichen Propellermaschinen überhaupt nicht zu. Überdies war die Flugzeit mit der Comet 50 % kürzer, als bei ihren propellergetriebenen Rivalen.

Druckveränderung

  • Luftdruck: 100 kPa
  • Luftdruck: 19 kPa
  • Kabinendruck: 100 kPa
  • Kabinendruck: 79 kPa

Der Liniendienst der bequemen und wirtschaftlichen Comet bedeutete 1952 den Beginn einer echten Erfolgsgeschichte.
In den ersten Jahren ereigneten sich jedoch bald schwere Unfälle, die nach den Untersuchungen Konstruktionsfehlern zugeordnet werden konnten.
Als Folge wurden Veränderungen an den Flügeln vorgenommen und die Maschinen mit einem Wetterradar sowie einer speziellen Servolenkung ausgestattet.
Bedauerlicherweise ereigneten sich in den folgenden Jahren weitere Unfälle. Unter anderem stürzten zwei Flugzeuge ins Mittelmeer, wobei alle Passagiere ums Leben kamen. Es erfolgte ein weltweites Flugverbot für die Maschinen und ein Produktionsstopp.
Die aus dem Meer geborgenen Wracks wurden äußerst gründlich untersucht und am Rumpf der Comet wurden spezielle Drucktests durchgeführt.
Es stellte sich heraus, dass die Katastrophe durch Materialermüdung verursacht wurde, die einerseits aufgrund von Spannungsspitzen an den Ecken der rechteckigen Fenster und andererseits wegen schlecht eingebauter Fensterrahmen auftrat.
Das Unternehmen ersetzte die rechteckigen Fenster durch abgerundete und verstärkte die Konstruktion des Rumpfes und der Flügel.
Die Comet-Katastrophen und dadurch bedingten Weiterentwicklungen waren auch den anderen Flugzeugherstellern eine Lehre.

Die Wirkung der Druckveränderung auf unterschiedliche Fenstertypen

  • rechteckiges Fenster - An den Ecken der rechteckigen Fenster ermüdete das Material aufgrund der starken Beanspruchung bei den vielen Flügen unter Überdruck.
  • abgerundetes Fenster - Nach den Katastrophen wurden die rechteckigen Fenster durch ovale ersetzt, um den mechanischen Stress an den Fensteröffnungen zu reduzieren.

Je höher wir in der Atmosphäre aufsteigen, desto mehr nimmt der Luftdruck ab. In einer Flughöhe von 10.000 m beträgt der Luftdruck nur noch etwa ein Viertel des Luftdrucks am Erdboden.
Als Resultat übt der höhere Luftdruck in der Passagierkabine Druck auf die Kabineninnenwand aus. Der Luftdruck in der Kabine sinkt zwar auch, aber nur in geringem Maße.
Darüber hinaus beträgt die Lufttemperatur in einer Höhe von 10.000 m etwa -40 °C, was die Kabinenwand abkühlt und ein Schrumpfen bewirkt.
Die Reibung aufgrund der hohen Geschwindigkeit wirkt dem entgegen: Sie erwärmt die Außenhaut des Flugzeugs.
Wenn all diese Faktoren zusammen mit den Krafteinwirkungen während Start und Landung berücksichtigt werden, wird klar, dass sowohl der Rumpf als auch die Flügel einer extremen Belastung ausgesetzt sind.
Die mechanische Spannung, die durch die Einwirkung dieser Kräfte entsteht, führt zu Materialermüdungen an den Ecken der rechteckigen Fensterrahmen. Bei ovalen Fenstern ist die durch die Kabinenverformung (Ausdehnung, Schrumpfung) entstehende Spannung deutlich kleiner.

Animation

  • Cockpit
  • Rumpf - Er bestand aus einer dünnen Metallhaut und hatte ein klare Linienführung. Der Frachtraum befand sich im unteren Bereich.
  • Flügel - Die trapezförmigen Flügel mit großer Oberfläche waren tief angebracht.
  • Strahltriebwerk - War mit Gasturbinen ausgestattet und wurde paarweise in den Flügelwurzeln eingebaut.
  • Lufteinlass
  • Fenster - Ursprünglich waren sie rechteckig. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse nach den Unfällen wurden sie durch ovale ersetzt.
  • BOAC - Das Strahlverkehrsflugzeug wurde in erster Linie von der 1939 gegründeten British Overseas Airways Company betrieben.
  • Fahrwerk
  • Querruder
  • Landeklappen
  • Auslass
  • senkrechte Stabilisierungsfläche
  • Seitenruder
  • Höhenruder
  • Passagierkabine - Damit der Innenluftdruck (die sog. Kabinenhöhe) dem niedrigen Außenluftdruck in großen Höhen angepasst werden kann, handelt es sich um eine Druckkabine. Die Kabinenhöhe erreicht maximal ca. 2.400 m, würde der Druck weiter abgesenkt werden, dann wären gesundheitliche Einbußen die Folge. Würde der Druck allerdings auf Bodenniveau gehalten werden, dann müsste die Kabinenwand deutlich dicker und somit schwerer sein, was unpraktikabel wäre.

Narration

Die vom britischen Unternehmen de Havilland hergestellte de Havilland DH-106 Comet 1 war ein echter Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte, da sie das erste in Serienfertigung hergestellte Strahlverkehrsflugzeug war.

Der erste Comet-Linienflug zwischen London und Johannesburg erfolgte im Jahre 1952.

Das Flugzeug mit klarem Design bot für seine Passagiere eine bequemere und wesentlich schnellere Reise an als gewohnt.
Die auch wegen des kostengünstigen Betriebs als Erfolgsgeschichte startende Laufbahn wurde bald von Katastrophen durch Konstruktionsfehler überschattet.

Obwohl das Unternehmen mit der Verbesserung der Fehler zur sicheren Zivilluftfahrt beitrug, wurden die weiterentwickelten Comets von den Modellen anderer aufstrebender amerikanischer Hersteller vom Markt verdrängt.

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