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Äolische Prozesse in Wüsten

Äolische Prozesse in Wüsten

Der Wind spielt als exogene Kraft eine wichtige Rolle bei der Wüstenformung.

Erdkunde

Schlagwörter

Wind, Landschaftsform, Wüste, Düne, Sanddüne, Sand, Erosion, Pilzfelsen, Tafelberg, Oberfläche, exogene Kräfte, Oase, Physiogeographie, Geomorphologie, Erdkunde

Verwandte Extras

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Äolische Landschaftsformen

  • Steinwüste - Auch als Hammada bekannt. Sie ist eine felsige Wüstenebene, die aus unterschiedlichen Gesteinsformen besteht und wegen der Deflation nur wenig Sand enthält.
  • Kieswüste - In der Sahara wird sie Serir genannt. Sie ist ein Gebiet, das mit Kieselsteinen sowie Felsen bedeckt und durch Winderosion geprägt ist. Sie ist die häufigste Wüstenform.
  • Sandwüste - Auch als Erg bekannt. Hier dominieren die Ablagerungen. Etwa 30 % der Wüstengebiete der Erde gehören zu diesem Typ.
  • sich frei bewegende Sandfläche - Ein Gebiet, das von keiner oder nur wenig Vegetation bedeckt ist.

Äolische Prozesse sind abhängig von klimatischen, vegetativen und geologischen Voraussetzungen. Der Wind formt die Erdoberfläche am effektivsten in Trockengebieten, in denen die Vegetation spärlich und der Boden mit Sedimentkörnern bedeckt ist. Solche Gebiete sind Wüsten, Halbwüsten, glaziale Gebiete und Meeresküsten.

Auch bei höherer Geschwindigkeit kann der Wind nur kleinere Sandkörner mit einem Durchmesser von maximal 2 mm transportieren. Die größeren Körner werden durch Reptation, also kriechend, die kleineren durch Saltation, also springend und die kleinsten durch Suspension, also schwebend befördert. Der Wind bewegt den Großteil der Sandkörner durch Saltation, dabei werden die Körner nicht höher als 10 cm angehoben.

In den Wüsten wirkt der Wind erodierend und ablagernd. Die Erosion kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Eine ist die Deflation, wenn der Wind die Sandkörner von der Oberfläche mitreißt. Als Ergebnis entstehen kleinere oder größere Vertiefungen, die Deflationswannen genannt werden. Eine andere ist die Korrasion. Hierbei schleift der Wind die Gesteine mithilfe der mitgeführten Sandkörner ab, wie ein Sandstahlgebläse, dabei erodieren auch die Sandkörner selber. Durch Korrasion entstehen Pilzfelsen, Hoodoos, Yardangs, Tafelberge und Hochebenen.

Wenn der Wind aufhört, lagert sich das transportierte Sediment ab, und bildet dabei unterschiedliche Landschaftsformen. Diesen Vorgang nennt man äolische Akkumulation. Wo die Oberfläche von keinen Pflanzen bedeckt ist, entstehen sich frei bewegende Sandflächen. Dazu gehören Longitudinaldünen, Sterndünen, Sicheldünen oder Barchane und Transversaldünen, die durch das Zusammenfügen von Sicheldünen entstehen. Diese Landschaftsformen bedecken den Großteil der Sandwüsten.

Die Wüsten und Halbwüsten erstrecken sich weitflächig auf unserem Planeten. Etwa ein Drittel der Wüsten ist von Sand bedeckt. Die Sandwüsten gehören zu den sich schnell verändernden Gebieten der Erde. Der wandernde Sand und die Winderosion stellen ein ernstes Problem auf der Erde dar: Zum einen bedeckt der Sand Oasen, Ackerböden und Straßen, zum anderen trägt der Wind den Boden ab, wodurch landwirtschaftliche Nutzflächen geschädigt werden. Aufgrund der Klimaveränderung trocknen immer mehr Gebiete aus und verlieren ihre Vegetationsdecken, wodurch sie der Winderosion verstärkt ausgesetzt sind, das nennt man Desertifikation.

Sandtransport

  • Suspension - Eine Art des Transports, bei dem die Sandkörner, die kleiner als 0,08 mm sind, vom Wind schwebend bewegt werden.
  • Saltation - Eine Art des Transports, bei dem sich die Sandkörner durch den Wind springend bewegen.
  • Reptation - Eine Art des Transports, bei dem Sandkörner vom Wind gerollt, geschoben werden.
  • 10 cm

Erosion

  • Steinwüste - Auch als Hammada bekannt. Sie ist eine felsige Wüstenebene, die aus unterschiedlichen Gesteinsformen besteht und wegen der Deflation nur wenig Sand enthält.
  • Kieswüste - In der Sahara wird sie Serir genannt. Sie ist ein Gebiet, das mit Kieselsteinen sowie Felsen bedeckt und durch Winderosion geprägt ist. Sie ist die häufigste Wüstenform.
  • Deflationswanne - Eine durch Deflation entstandene Vertiefung.
  • Zeugenberg - Ein kegelförmiger Berg, der aus härterem Gestein besteht, der dem Abrieb widersteht.
  • Tafelberg - Ein Berg aus härterem Gestein, mit einer weiten Gipfelebene und einem Steilhang, der als Folge der Korrasion entstand.
  • Yardang - Diese stromlinienförmige Erosionsform wird aus steilen Felsen gebildet. Die Korrasion ist an der Unterseite des Felsens effektiver, weshalb der Fels hier mehr abgeschliffen wird. Das höhere Ende ist die Windseite.
  • Pilzfelsen - Diese Gesteinsform besteht aus heterogenen Gesteinen. In Bodennähe befindet sich weicheres Gestein, auf dem die „Kappe”, ein härteres Gestein, ruht.
  • Hoodoo - Eine wohlproportionierte windgeschliffene Form. Entlang der Risse widerstandsfähigerer Gesteine entstehen Klüfte.
  • Grobsand

Ablagerung

  • Sandwüste - Auch als Erg bekannt. Hier dominieren die Ablagerungen. Etwa 30 % der Wüstengebiete der Erde gehören zu diesem Typ.
  • Feinsand
  • Oase - In der Deflationswanne erreicht die Deflation die Grundwasserschicht und die weitere Vertiefung endet. Am Beckenboden entsteht eine Quelle oder ein See, was das Pflanzenwachstum ermöglicht.
  • Transversaldünen - Diese Dünen entstehen durch das Zusammenfügen von Sicheldünen in sandreichen Gebieten. Sie sind einige Meter hoch und der Abstand zwischen den Höhenrücken beträgt einige Hundert Meter.
  • Sterndünen - Aus dem zentralen Gipfelpunkt der höchsten Düne strahlen verschiedene Arme aus. Diese Dünen entstehen durch überlagernde Windrichtungen.
  • Longitudinaldünen - Die häufigste Dünenform der Sandwüsten. Sie verlaufen parallel zur vorherrschenden Windrichtung. Die Länge dieser Dünen reicht von einigen Hundert Metern bis zu mehreren Kilometern. Sie können mehrere zehn Meter hoch werden. Die dauerhaft wehenden Wüstenwinde verwandeln sich in parallele schraubenförmige Rollenwirbel, die den Sand aus den Zwischen-Dünen-Korridoren herausfegen und in geschützten Mulden ablegen.
  • Sicheldünen - Sie entstehen an Gebieten mit mäßigem Sandnachschub. Die flache Luvseite dieser bogenförmigen Dünen zeigt in Richtung der Windströmung. Die windabgewandte Leeseite ist steil. Die Höhe der Dünen reicht von einigen zehn Zentimetern bis zu mehreren zehn Metern. Ohne ihre Form zu verändern, können sie jährlich mehrere zehn Meter zurücklegen.

Wüsten

Animation

  • Steinwüste - Auch als Hammada bekannt. Sie ist eine felsige Wüstenebene, die aus unterschiedlichen Gesteinsformen besteht und wegen der Deflation nur wenig Sand enthält.
  • Kieswüste - In der Sahara wird sie Serir genannt. Sie ist ein Gebiet, das mit Kieselsteinen sowie Felsen bedeckt und durch Winderosion geprägt ist. Sie ist die häufigste Wüstenform.
  • Sandwüste - Auch als Erg bekannt. Hier dominieren die Ablagerungen. Etwa 30 % der Wüstengebiete der Erde gehören zu diesem Typ.
  • sich frei bewegende Sandfläche - Ein Gebiet, das von keiner oder nur wenig Vegetation bedeckt ist.
  • Suspension - Eine Art des Transports, bei dem die Sandkörner, die kleiner als 0,08 mm sind, vom Wind schwebend bewegt werden.
  • Saltation - Eine Art des Transports, bei dem sich die Sandkörner durch den Wind springend bewegen.
  • Reptation - Eine Art des Transports, bei dem Sandkörner vom Wind gerollt, geschoben werden.
  • 10 cm
  • Steinwüste - Auch als Hammada bekannt. Sie ist eine felsige Wüstenebene, die aus unterschiedlichen Gesteinsformen besteht und wegen der Deflation nur wenig Sand enthält.
  • Kieswüste - In der Sahara wird sie Serir genannt. Sie ist ein Gebiet, das mit Kieselsteinen sowie Felsen bedeckt und durch Winderosion geprägt ist. Sie ist die häufigste Wüstenform.
  • Deflationswanne - Eine durch Deflation entstandene Vertiefung.
  • Zeugenberg - Ein kegelförmiger Berg, der aus härterem Gestein besteht, der dem Abrieb widersteht.
  • Tafelberg - Ein Berg aus härterem Gestein, mit einer weiten Gipfelebene und einem Steilhang, der als Folge der Korrasion entstand.
  • Yardang - Diese stromlinienförmige Erosionsform wird aus steilen Felsen gebildet. Die Korrasion ist an der Unterseite des Felsens effektiver, weshalb der Fels hier mehr abgeschliffen wird. Das höhere Ende ist die Windseite.
  • Pilzfelsen - Diese Gesteinsform besteht aus heterogenen Gesteinen. In Bodennähe befindet sich weicheres Gestein, auf dem die „Kappe”, ein härteres Gestein, ruht.
  • Hoodoo - Eine wohlproportionierte windgeschliffene Form. Entlang der Risse widerstandsfähigerer Gesteine entstehen Klüfte.
  • Grobsand
  • Sandwüste - Auch als Erg bekannt. Hier dominieren die Ablagerungen. Etwa 30 % der Wüstengebiete der Erde gehören zu diesem Typ.
  • Feinsand
  • Oase - In der Deflationswanne erreicht die Deflation die Grundwasserschicht und die weitere Vertiefung endet. Am Beckenboden entsteht eine Quelle oder ein See, was das Pflanzenwachstum ermöglicht.
  • Transversaldünen - Diese Dünen entstehen durch das Zusammenfügen von Sicheldünen in sandreichen Gebieten. Sie sind einige Meter hoch und der Abstand zwischen den Höhenrücken beträgt einige Hundert Meter.
  • Sterndünen - Aus dem zentralen Gipfelpunkt der höchsten Düne strahlen verschiedene Arme aus. Diese Dünen entstehen durch überlagernde Windrichtungen.
  • Longitudinaldünen - Die häufigste Dünenform der Sandwüsten. Sie verlaufen parallel zur vorherrschenden Windrichtung. Die Länge dieser Dünen reicht von einigen Hundert Metern bis zu mehreren Kilometern. Sie können mehrere zehn Meter hoch werden. Die dauerhaft wehenden Wüstenwinde verwandeln sich in parallele schraubenförmige Rollenwirbel, die den Sand aus den Zwischen-Dünen-Korridoren herausfegen und in geschützten Mulden ablegen.
  • Sicheldünen - Sie entstehen an Gebieten mit mäßigem Sandnachschub. Die flache Luvseite dieser bogenförmigen Dünen zeigt in Richtung der Windströmung. Die windabgewandte Leeseite ist steil. Die Höhe der Dünen reicht von einigen zehn Zentimetern bis zu mehreren zehn Metern. Ohne ihre Form zu verändern, können sie jährlich mehrere zehn Meter zurücklegen.

Narration

Äolische Prozesse sind abhängig von klimatischen, vegetativen und geologischen Voraussetzungen. Der Wind formt die Erdoberfläche am effektivsten in Trockengebieten, in denen die Vegetation spärlich und der Boden mit Sedimentkörnern bedeckt ist. Solche Gebiete sind Wüsten, Halbwüsten, glaziale Gebiete und Meeresküsten.

Auch bei höherer Geschwindigkeit kann der Wind nur kleinere Sandkörner mit einem Durchmesser von maximal 2 mm transportieren. Die größeren Körner werden durch Reptation, also kriechend, die kleineren durch Saltation, also springend und die kleinsten durch Suspension, also schwebend befördert. Der Wind bewegt den Großteil der Sandkörner durch Saltation, dabei werden die Körner nicht höher als 10 cm angehoben.

In den Wüsten wirkt der Wind erodierend und ablagernd. Die Erosion kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Eine ist die Deflation, wenn der Wind die Sandkörner von der Oberfläche mitreißt. Als Ergebnis entstehen kleinere oder größere Vertiefungen, die Deflationswannen genannt werden. Eine andere ist die Korrasion. Hierbei schleift der Wind die Gesteine mithilfe der mitgeführten Sandkörner ab, wie ein Sandstahlgebläse, dabei erodieren auch die Sandkörner selber. Durch Korrasion entstehen Pilzfelsen, Hoodoos, Yardangs, Tafelberge und Hochebenen.

Wenn der Wind aufhört, lagert sich das transportierte Sediment ab, und bildet dabei unterschiedliche Landschaftsformen. Diesen Vorgang nennt man äolische Akkumulation. Wo die Oberfläche von keinen Pflanzen bedeckt ist, entstehen sich frei bewegende Sandflächen. Dazu gehören Longitudinaldünen, Sterndünen, Sicheldünen oder Barchane und Transversaldünen, die durch das Zusammenfügen von Sicheldünen entstehen. Diese Landschaftsformen bedecken den Großteil der Sandwüsten.

Die Wüsten und Halbwüsten erstrecken sich weitflächig auf unserem Planeten. Etwa ein Drittel der Wüsten ist von Sand bedeckt. Die Sandwüsten gehören zu den sich schnell verändernden Gebieten der Erde. Der wandernde Sand und die Winderosion stellen ein ernstes Problem auf der Erde dar: Zum einen bedeckt der Sand Oasen, Ackerböden und Straßen, zum anderen trägt der Wind den Boden ab, wodurch landwirtschaftliche Nutzflächen geschädigt werden. Aufgrund der Klimaveränderung trocknen immer mehr Gebiete aus und verlieren ihre Vegetationsdecken, wodurch sie der Winderosion verstärkt ausgesetzt sind, das nennt man Desertifikation.

Verwandte Extras

Die Klimazonen

Unsere Erde ist unterteilt in Geo-, Klima- und damit zusammenhängend in Vegetationszonen.

Die Oase

Oasen sind Vegetationsflecken in Wüsten oder Halbwüsten. Sie entstehen dort, wo es Wasser gibt.

Die planetarische Zirkulation

Die Temperaturunterschiede zwischen Polar- und Äquatorregionen verursachen Luftzirkulationen.

Landschaftsformung durch Flüsse

Fließgewässer spielen bei der Landschaftsformung eine bedeutende Rolle: sie tragen ab, transportieren und lagern ab.

Landschaftsformung durch Meere

Das Meer als exogene Kraft spielt bei der Landschaftsformung eine bedeutende Rolle.

Äolische Prozesse an Meeresküsten und in Steppen

Der Wind spielt als exogene Kraft eine wichtige Rolle bei der Formung der Gebiete mit mäßiger Pflanzendecke.

Der Gletscher (Mittelstufe)

Gletscher sind aus Schnee hervorgegangene Eismassen, die sich langsam, eigenständig bewegen.

Die Entwicklung von Seen

Stillgewässer entstehen durch endogene und exogene Prozesse sowie menschliche Eingriffe.

Die Windkraftanlage

Sie wandelt die Energie des Windes in elektrische Energie um.

Die Windmühle

Die Windmühle wandelt die Bewegungsenergie des Windes in mechanische Energie um.

Das Dromedar

Das Dromedar, auch als Einhöckriges bekannt, ist unter den Bewohnern der Wüstengebiete hoch angesehen und unverzichtbar.

Der Dickschwanzskorpion

Androctonus australis ist eine der gefährlichsten Skorpionarten.

Das Beduinenlager

Die halbnomade Lebensweise der Beduinen ist an das Wüstenklima angepasst.

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